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Welche Coworking Spaces erzielten in den letzten Monaten Gewinne? In diesem Artikel erfährst du mehr über Profitabilität von Coworking Spaces, welche Faktoren damit derzeit günstig zusammenhängen und wie hoch ihre Renditen sind.  
By Carsten Foertsch - Mittwoch, 25. Oktober 2023

Auf den ersten Blick arbeiteten etwas mehr Coworking Spaces in der Gewinnzone als in den Jahren vor der Pandemie. Doch existierten einige Gruppen, die früher deutlich besser abschnitten als derzeit.

☆☆ Die 2023er Global Coworking Survey wurde von Nexudus Yardi Kube unterstützt. Den ganzen Report findest du hier☆☆

Insgesamt waren 46% aller Coworking Spaces in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung profitabel. Unter den For-Profit Coworking Spaces stieg dieser Anteil sogar deutlich auf 52%.

Ein Viertel aller Coworking Spaces konnte seine Ausgaben nicht wieder einspielen, was auf dem Niveau von 2019 liegt. Darunter beträchtlich mehr Non-Profit-Coworking Spaces als früher, die modellbedingt ohnehin seltener profitabel waren.

Wie immer konnten Coworking Spaces auch angeben, weder profitabel noch unprofitabel zu sein. Ihr Anteil sank leicht auf knapp 30%.

Mehrere Einschränkungen trüben derzeit diese nur freundlich wirkende Marktentwicklung.

Die erste ist ein statistischer Effekt. Der Anteil sehr junger Coworking Spaces ging im Gesamtmarkt weiter zurück, weil alte Spaces allgemein nicht deshalb schließen, nur weil ein neuer Space aufmacht. Maximal einjährige Standorte machten dieses Jahr 13% des Gesamtmarktes aus, 2019 waren es noch ein Viertel. 

Was bedeutet das? Die Gruppe der jungen Coworking Spaces war und ist am seltensten profitabel, da die wenigsten Unternehmen sofort mit Gewinn starten. Ihr sinkender Anteil hätte automatisch zu mehr profitablen Coworking Spaces im Gesamtmarkt führen müssen, wenn sich sonst nichts ändert. Dies allein erklärt schon den Anstieg. Dem standen jedoch mindestens zwei aktuelle Trends entgegen:

Ältere Standorte taumeln

Während Coworking Spaces vor der Pandemie tendenziell häufiger Gewinn erzielten, je älter sie wurden, verkehrte sich der Trend aktuell ab einem Alter über sechs Jahre. Unter den über 10 Jahre alten Standorten arbeitete derzeit sogar jeder zweite unwirtschaftlich. 

Größe ist derzeit kein Schlüssel zum Gewinn

Anders als vor Pandemie existierten derzeit auch kaum Größenvorteile, die zu einer höheren Gewinnwahrscheinlichkeit führten. Insbesondere Standorte mit zwischen 250 und 500 Tischen waren seltener profitabel. Dies schloss größere Ketten mit ein. Die Befragung umfasste einen Zeitraum von zwölf Monaten, weshalb Nachwirkungen der Pandemie noch enthalten sein dürften. 

Hohe Auslastung dagegen schon

Mit einer hohen Auslastung erzielten Coworking Spaces hingegen nach wie vor Gewinn. Ebenso waren solche mit hoher Schreibtisch- und Mitgliederdichte pro Fläche sowie vielen Mitgliedern pro Mitarbeiter tendenziell häufiger profitabel. Gleiches gilt in abgeschwächter Weise auch für Coworking Spaces, in denen die Mitglieder oft arbeiten und nicht nur als Karteileichen vertreten sind.

In Gegenden, in denen bereits sehr viele Coworking Spaces operierten, erzielten ihre Standorte auch am wahrscheinlichsten Profite. Am leichtesten erreichten sie diese weiterhin in großen Städten. Überraschenderweise gelang es ihnen dort in peripheren Lagen öfter, möglicherweise aufgrund niedrigerer Mieten.

Genau wie vor der Pandemie half einer hoher Anteil an privaten Büros beim Sprung in die Gewinnzone. Deren Vermietung machte bei profitablen Spaces im Schnitt dennoch nicht mehr als die Hälfte aller Einnahmen aus. Offene Arbeitsbereiche und Lounge-Bereiche blieben weiterhin sehr wichtige Bestandteile profitabler Coworking Spaces.

Verluste durch schlechte Auslastung oder hohe Mieten

Wie auch schon in vorherigen Befragungen waren neben schlecht ausgelasteten Coworking Spaces solche besonders oft unprofitabel, die relativ hohe Ausgaben bei den Mieten aufwiesen. Diese beiden Faktoren bestätigten Coworking Spaces auch, wenn sie direkt über ihre Probleme berichteten. Dagegen waren hohe Energiepreise, Inflation und Wettbewerbsdruck für die Gewinnwahrscheinlichkeit eines Coworking Spaces nicht ausschlaggebend.

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